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Ein gesundes Selbstwertgefühl

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29.08.2018 – 0 Kommentare

Der Sport, heisst es so schön, sei eine Schule fürs Leben. Stimmt das wirklich? 

Ich erinnere mich gut an die Zeit nach meinem Rücktritt: Im neuen Leben, dem normalen, fühlte ich mich komplett verloren. Vorher war alles vorgegeben, jetzt hatte ich alle Freiheiten – aber keinen Schimmer, was ich mit mir anfangen sollte. Es vergingen Jahre, bis ich damit umgehen konnte.

Doch das soll nicht heissen, dass ich im Sport nichts für den Alltag gelernt hätte. Im Gegenteil. In diesem und den nächsten zwei Blog-Beiträgen möchte ich Ihnen davon erzählen. Vielleicht können Sie etwas davon mitnehmen.

 

Tipp Nummer 1: Gesundes Selbstwertgefühl

Wenig hört eine Sportlerin so oft wie den Satz: «Du musst bloss an dich glauben!» Klingt bescheuert, wenn wir ehrlich sind. Das Dumme: Der Satz ist wahr. So auf die Schnelle kann ich Ihnen nicht erklären, wie man zu einem guten Selbstwertgefühl findet, je nachdem, wie der mentale Zustand ist, ist dafür jahrelange Arbeit nötig. Aber ich kann Ihnen sagen, welches Mass an Selbstwertgefühl ideal ist. Denn ob Sie es glauben oder nicht: Mit dem Selbstwertgefühl kann man es auch übertreiben. Was man aus Studien weiss: Man ist am erfolgreichsten mit einem leicht überhöhten Selbstwertgefühl. Nicht zu wenig – also und auch nicht zu viel – wie bei den meisten Dingen im Leben.

Mein Vorbild in dieser Hinsicht ist meine Hündin Clowie. Sie wiegt nicht einmal zwei Kilo, und ihre Beine sind kaum zehn Zentimeter lang – und doch rennt sie mit mir überallhin. Wir waren schon zusammen auf dem Grossen Mythen, auf dem Pilatus, auf dem Stanserhorn, auf dem Rigi. Ich glaube, Clowie schafft das, weil sie nicht versteht, wie klein sie ist. Wenn sie wüsste, dass sie fast so klein wie eine Ameise ist, würde sie denken: Oh, nein, das schaffe ich nie, meine Beine sind viel zu kurz!

Nun gut, vielleicht hinkt der Vergleich ein bisschen, aber mir hilft er. Wichtig ist: Sich etwas zuzutrauen, sei es aus Überzeugung, sei es wie Clowie aus Ignoranz – das ist für den Erfolg unerlässlich. Aber sich zu viel zuzutrauen – das bringt dann auch nichts. Oder können Sie sich vorstellen, wie Clowie auf den Mount Everest läuft?

 

In meinem nächsten Blog: Tipp Nummer 2.