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Peperonisorten Kochen Gemüse Chili Cayennepfeffer Paprika
28.07.2017

Peperoni, Paprika, Chili

Paprika ist nicht gleich Paprika. Das merkt man schon, wenn man auf einem Markt die Vielfalt des Gemüses bestaunt – und spätestens dann, wenn man mal in verschiedene Sorten beisst.

Verwendung in der Küche

Die Verwendung von Paprika in der modernen Küche ist äusserst vielfältig. Weltweit werden heute scharfe wie auch milde Sorten roh, als Gemüse gedünstet oder als Gewürz verwendet:

  • als Apéro-Gemüse mit feinen Saucen
  • Paprikasalate mit verschiedensten Dressings
  • Ratatouille
  • Paprika mit Kartoffeln zu einen «chüschtigen» Gratin verarbeitet
  • Ungarisch Gulasch,
  • geschnetzeltes Rindfleisch mit Paprikastreifen
  • gedünstete Geflügelbrüstchen gefüllt mit Paprikamousse 

 

Paprika bringen neben den geschmacklichen Aspekten auch viele farbliche Akzente in eine moderne Küche.

Gewürzpaprika, edelsüss oder der etwas schärfere Rosenpaprika – von Paprika kann man ohne Einschränkung wirklich sagen: von A bis (fast) Z. Ob man aus Paprika eventuell eine Glace machen könnte, dies müssen Sie als Küchencrack vielleicht einmal ausprobieren.

Nährwertdaten

  Peperoni rot, roh Paprika (Gewürz)
Energie 32 kcal 358 kcal
Protein 0.90 g 14.80 g
Alkohol 0.00 g 0.00 g
Wasser 91.30 g 9.40 g
Kohlenhydrate 5.20 g 43.90 g
Nahrungsfasern 2.00  g 20.90 g
Fett 0.40 g 13.00 g
wertvolle Vitamine Vitamin C, Niacin Vitamin A-Aktivität, Betacarotin-Aktivität, Niacin, B1, B2
wertvolle Mineralstoffe Chlorid Kalium, Chlorid, Phosphor, Magnesium, Eisen, Zink

Quelle: Schweizer Nährwertdatenbank

Botanik und Kultur

Die Kultur der verschiedenen Paprikasorten ähnelt sich sehr. Während der Paprika in seiner Urheimat ein mehrjähriger Halbstrauch ist, kann man diese Gewächse bei uns nur einjährig kultivieren. Ob Paprika, Peperoni oder Chili, es sind alles Schoten einer wärmeliebenden Pflanze mit dem Gattungsnamen Capsicum. Die Anzucht dieser Gewächse ist recht anspruchsvoll, denn die jungen Pflanzen verlangen gute, nährstoffreiche und durchlässige Erde an warmer und gut besonnter Lage.

In unseren Gegenden mit den doch wechselhaften Wetterbedingungen wird eigentlich mehrheitlich ins Treibbeet oder im Gewächshaus ausgesät. Wir möchten an dieser Stelle aber darauf hinweisen, dass man auch auf dem sonnigen und geschützten Fensterbrett vermehren kann.

Nach der Aussaat keimen die Samen binnen ca. zehn bis zwölf Tagen. Sobald sich die ersten kleinen Laubblätter gebildet haben, werden die Keimlinge sorgfältig pikiert.

Um mehr Stabilität bei den Pflanzen zu erhalten, empfehlen wir Ihnen, jeweils zwei gleich starke Sämlinge zusammen zu pikieren und diese auch beim Auspflanzen nicht zu trennen. Sie stützen sich so gegenseitig und entwickeln sich auch besser als alleinstehende Pflanzen. Da die jungen Pflanzen recht frostempfindlich sind, dürfen diese erst nach den Spätfrösten gegen Ende Mai ausgepflanzt werden. Unsere Erfahrung hat uns gelehrt, dass einige Tage später ausgepflanzte Jungpflanzen vielfach um einiges besser wachsen und so auch mehr Ertrag an wertvollen Schoten bringen. Tierische Schädlinge, Verticillium – die berüchtigte Welke-Krankheit –, Rost, Mehltau etc.; immer wieder können Paprika, Peperoni, Peperoncini und Chili davon befallen werden. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Capsicum-Kulturen regelmässig zu kontrollieren und sie mit Brennnesseltee sanft zu überbrausen. Sie erhalten so stärkere Pflanzen, die weniger anfällig auf obgenannte Schadbilder sind.

Geschichtliches

Der Paprika kommt ursprünglich aus den tropischen und subtropischen Gegenden von Mittel- und Südamerika. Es handelt sich bei dieser Gattung um Pflanzen mit einer sehr langen Geschichte. Ausgrabungen in Mexiko deuten darauf hin, dass Wildformen von Paprika bereits um 6500 vor Christi Geburt angebaut wurden. Erstaunlich ist sicher, dass erste Selektionen und Frühzüchtungen von Capsicum in den Ursprungsländern bereits 3500 Jahre vor unserer Zeitrechnung von den einheimischen Urvölkern vorgenommen worden sind.

Durch die Kolonial- und Eroberungsreisen der Seefahrer – u. a. durch Christoph Kolumbus ab 1492 – wurde Saat- und Pflanzengut in die «alte» Welt nach Europa gebracht. Nachgewiesen wird in unseren Gegenden der Anbau von Peperoni deshalb schon um 1542.

Forschung, Züchtung und Selektion brachte in den vergangenen Jahrzehnten eine fast unüberschaubare Vielzahl dieser ausserordentlichen Gewächse auf den Markt. Beständigkeit findet sich dagegen bei der botanischen Zuordnung: Die Grundlage für die bis heute gültige botanische Beschreibung basiert auf jener von Carl von Linné.aus dem Jahre 1753.

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