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Schneesport macht Laune Skifahren Snowboardfahren
01.02.2018

Schneesport macht Laune

Über zwei Millionen Menschen tummeln sich im Winter auf Schweizer Skipisten. Egal ob mit Ski oder Snowboard – mit der richtigen Vorbereitung steht dem Spass nichts mehr im Wege.

Eine gute Kondition und ausreichende Kraft in den Beinen sind für Schneesportler wichtig. Zu Beginn des winterlichen Warm-ups reicht eine halbe Stunde zügiges Joggen pro Tag aus. Alles, was Sie dazu brauchen, sind warme Kleider und ein gutes Paar Schuhe. Für den Fall, dass Sie alleine unterwegs sind oder Ihnen beim Laufen schnell langweilig wird, kann Musik helfen, so vergeht die Zeit wie im Fluge. Bald werden Sie merken, dass Sie immer leichtfüssiger unterwegs sind und sich Ihr Körpergefühl verbessert. Wenn Sie der Ehrgeiz etwas gepackt hat, dürfen Sie gerne noch einen Zahn zulegen. Eine optimale Pulskontrolle, hilft Ihnen, die Leistungsgrenze nicht zu überschreiten.
Parallel zum Aufbau der Grundkondition sollten Sie Ihre Rumpf- und Beinmuskulatur stärken. Regelmässige Knie- und Rumpfbeugen sind dabei hilfreich.

 

Skifahren

Am sichersten in die Skisaison startet, wer seine Skibindungen noch vor der ersten Abfahrt von einer Fachperson überprüfen und mit der Skivignette der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu versehen lässt. Bei der Kontrolle werden die Bindungen korrekt nach Alter, Grösse, Gewicht, Sohlenlänge und Fahrstil eingestellt. Ist die Bindung richtig eingestellt, wird die bfu-Skivignette auf den Ski geklebt, und Sie erhalten einen Beleg mit den Einstellwerten.

Sollte es trotz aller Vorsicht zu einem Unfall kommen, bestätigt dieser Beleg, dass die Bindungen korrekt eingestellt waren. Dies kann vor allem bei Rückfragen durch die Versicherung sehr hilfreich sein. Auch Snowboardfahrer sollten die Schrauben ihrer Bindungen regelmässig nachziehen.

 

Mit Vergnügen auf die Piste

Zweckmässige Bekleidung, Handschuhe und eine Brille mit UV-Schutz gehören zur Mindestausrüstung für Wintersportler. Und auch hier gilt: Kluge Köpfe schützen sich. Die bfu empfiehlt das Tragen eines Schneesporthelms, denn eine Kollision auf der Piste mit 50 km/h entspricht einem Aufprall von einem Sprung aus 10 Metern Höhe. Die bfu rät einem Schneesporthelm mit der Euronorm EN1077. Wichtig ist, dass der Helm gut sitzt, er darf mit offenem Kinnriemen nicht vom Kopf fallen. Dies selbst dann nicht, wenn der Kopf stark bewegt oder man sich nach unten beugt.

Snowboarder sind gut beraten, sich zusätzlich mit einem Handgelenkschutz und bei grossen Sprüngen eventuell mit einem Rückenpanzer zu schützen. Dass sich der Aufwand durchaus lohnen kann, zeigt ein Blick auf die Statistik. Gemäss bfu verunfallen in der Schweiz jährlich im Schnitt 115'000 Personen beim Skifahren, Snowboarden oder Schlitteln. Das sind rund 1000 Unfälle pro Wintersporttag.

 

Die Top Ten für den Winter

Intensives Aufwärmen aktiviert den Kreislauf, erhöht die Konzentrationsfähigkeit und macht Muskeln und Gelenke geschmeidiger. Besonders wichtig ist das Warm-up vor der ersten Abfahrt, nach längeren Pausen und bei tiefen Temperaturen. Bereits 10 Minuten Rumpfkreisen, Beinheben und Kniebeugen reichen aus, um das Unfallrisiko deutlich zu senken. Anfänger besuchen am besten einen Kurs in einer Skischule. Dort lernen sie alles Wissenswerte rund um das Thema Sicherheit und Schneesport und werden auch mit den 10 Verhaltensregeln des Internationalen Skiverbandes (FIS) vertraut gemacht.

 

© vitagate.ch

 

Regel 1: Rücksichtnahme auf die anderen Skifahrer und Snowboarder
Jeder Skifahrer und Snowboarder muss sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt.
 

Regel 2: Beherrschung der Geschwindigkeit und der Fahrweise
Jeder Skifahrer und Snowboarder muss auf Sicht fahren. Er muss seine Geschwindigkeit und seine Fahrweise seinem Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen.
 

Regel 3: Wahl der Fahrspur
Der von hinten kommende Skifahrer und Snowboarder muss seine Fahrspur so wählen, dass er vor ihm fahrende Skifahrer und Snowboarder nicht gefährdet.
 

Regel 4: Überholen
Überholt werden darf von oben oder unten, von rechts oder von links, aber immer nur mit einem Abstand, der dem überholten Skifahrer oder Snowboarder für alle seine Bewegungen genügend Raum lässt.
 

Regel 5: Einfahren, Anfahren und hangaufwärts Fahren
Jeder Skifahrer und Snowboarder, der in eine Abfahrt einfahren, nach einem Halt wieder anfahren oder hangaufwärts schwingen oder fahren will, muss sich nach oben und unten vergewissern, dass er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann.
 

Regel 6: Anhalten
Jeder Skifahrer und Snowboarder muss es vermeiden, sich ohne Not an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrt aufzuhalten. Ein gestürzter Skifahrer oder Snowboarder muss eine solche Stelle so schnell wie möglich freimachen.
 

Regel 7: Aufstieg und Abstieg
Ein Skifahrer oder Snowboarder, der aufsteigt oder zu Fuss absteigt, muss den Rand der Abfahrt benutzen.
 

Regel 8: Beachten der Zeichen
Jeder Skifahrer und Snowboarder muss die Markierung und die Signalisation beachten.
 

Regel 9: Hilfeleistung
Bei Unfällen ist jeder Skifahrer und Snowboarder zur Hilfeleistung verpflichtet.
 

Regel 10: Ausweispflicht
Jeder Skifahrer und Snowboarder, ob Zeuge oder Beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muss im Falle eines Unfalles seine Personalien angeben.

 

Regel 1:
Eisflächen nur betreten, wenn sie von der Behörde freigegeben worden sind.

Auch wenn das Eis stabil und begehbar erscheint, kann es aufgrund verschiedener äusserer Einflüsse eine unzureichende Tragkraft aufweisen. Daher dürfen nur Eisflächen betreten werden, welche von den Behörden (Gemeinde, Stadt, Polizei usw.) offiziell freigegeben wurden.

Regel 2:
Rettungsgeräte (Leitern, Stangen, Ringe, Bälle, Leinen usw.) sind keine Spielzeuge.

Im Fall eines Eiseinbruchs müssen Rettungsgeräte in einsatzfähigem Zustand und am dafür vorgesehenen Platz verfügbar sein. Ein defekter Ring oder eine kaputte Leiter können für die im Eis eingebrochene Person fatale Folgen haben. Aus diesem Grund dürfen Rettungsgeräte niemals zweckentfremdet oder beschädigt werden. Kaputte oder fehlende Rettungsgeräte sollten umgehend den zuständigen Behörden gemeldet werden.

Regel 3:
Die Anweisungen der Ordnungsorgane und der Behörden sind strikte einzuhalten.
Eine bereits freigegeben Eisfläche kann aus vielen Gründen wieder gesperrt oder teilweise abgesperrt werden. Tauwetter, das Wachstum der Eisdecke sowie die lokalen Verhältnisse spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Nur wer die Anweisungen der Behörden einhält, kann  das Eis unbeschwert und gefahrlos geniessen!

Regel 4:
Bei Rissbildung, verursacht durch Tauwettereinbruch, sind Massenansammlungen zu vermeiden.
Bei Tauwetter bilden sich Risse im Eis, was bei einem zu grossen Gewicht auf dem Eis, sprich zu vielen Personen zu einem Eiseinbruch führen kann, daher sollten bei Tauwetter Menschansammlungen auf dem Eis vermieden werden.

Regel 5:
Selbstrettung bei Eiseinbruch! – Sofort Arme ausbreiten und versuchen in der gleichen Richtung auszusteigen, aus der man gekommen ist.
Indem man die Arme ausbreitet, verhindert man ein (weiteres) Absinken in das kalte Wasser. Der Ausstieg erfolgt immer in die gleiche Richtung aus der man gekommen ist, da das Eis dort stabil genug sein sollte. Falls möglich kann man sich mit den Füssen am gegenüberliegenden Rand des Eisloches abstossen um einfacher aus dem Wasser zu kommen.
Wichtig: Bei einem Sturz ins Eiswasser immer Ruhe bewahren und wenn möglich lautstark um Hilfe rufen!

Regel 6:
Eiseinbruch! – Sofort weitere Helfer alarmieren und sich nur in Bauchlage und einem Rettungsgerät dem Eingebrochenen nähern.
Bei einem Eiseinbruch wird in jedem Fall sofort die Alarmierung ausgelöst. Profesionelle Rettungskräfte sind entsprechend geschult und verfügen über spezielle Rettungsgeräte, welche die Gefahr für die Retter minimieren.
Falls eine Rettung vom Ufer aus nicht möglich ist, nähert man sich dem Ofper in Bauchlage und versucht dieses durch Hinreichen eines Gegenstandes (Rettungsring, Seil, Schal etc.) aus dem Wasser zu ziehen, Dadurch wird das Gewicht besser auf dem Eis verteilt und der Retter kann durch das Opfer nicht ins Wasser gezogen werden. Durch den Einsatz von Leitern, welche auf das Eis gelegt werden, wird das Gewicht noch besser verteilt.

* SLRG: Schweizerische LebensRettungs-Gesellschaft

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