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Welche Ferien passen zu dir? 22 Arten von Ferien

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26.12.2019 – 0 Kommentare

Wer angestellt ist, gibt bis Ende Jahr schon die Ferien ein fürs nächste Jahr – oder zumindest werden die Zeiträume festgelegt. Dem Arbeitgeber und dem Budget zuliebe. Aber wo soll es denn hin? Was soll man machen? Soll man überhaupt weg? Soll man’s gemütlich nehmen oder aktiv sein? Sport machen oder viel essen? Oder beides? Mithilfe dieses Beitrages hier kannst du herausfinden, welche Art von Ferien zu DIR passen könnte.

Eigentlich ist es ja fast etwas früh, schon ein ganzes Jahr im Voraus zu planen. Aber eigentlich auch nicht. Je nachdem – eine Frage der Sichtweise (und nebenbei nicht wirklich ein sehr informativer erster Satz, aber immerhin ein Einstieg). Dieser Beitrag hier soll dir aufzeigen, welche Arten von Ferien es gibt und dir dann helfen, von einer oder mehreren Arten inspiriert zu werden und das dann, eventuell im nächsten Jahr, machen zu wollen.

Ich fange mit einigen meiner Ideen an, natürlich werden dabei verschiedene Aspekte beleuchtet, welche dir zur Entscheidungsfindung helfen sollen.

Zuerst gibt es eine wichtige Unterscheidung zu machen: Ob du Familie hast oder nicht (also ob dich zu Hause deine jüngere Generation noch braucht oder nicht). Falls du Sprösslinge hast, musst du dich vorab entschieden, ob du deine Ferien mit ihnen zusammen verbringen möchtest oder nicht. Erfahrungsgemäss sind Familienferien sehr erfüllend (meistens zumindest) und auch erfahrungsgemäss tut es SEHR gut, wenn man die Kinder mal zumindest für EINE Woche nicht um die Ohren hat. Ich empfehle jedem Elternteil, jedem Paar, sich eine kinderfreie Woche pro Jahr zu verschaffen – egal ob zusammen oder alleine. Wo einfach nur die eigenen Bedürfnisse da sind, nicht noch die der Jungmannschaft.

Auch empfehle ich jedem Paar, egal ob verheiratet oder nicht, dass man auch mal Ferien nur für sich macht. Das bedeutet nicht, dass man den anderen nicht liebt oder egoistisch ist – es ist mehr eine gesunde Form von Selbstliebe und -Wertschätzung. Denk darüber nach.

Inspiration für Ferien
Kurz schon vorneweg: meine Favoriten sind die Nummern 5 und 22.

1. All-inclusive-Ferien
Diese Ferien eignen sich, wenn du sehr gerne isst (und trinkst?) und dich nicht zu viel bewegen willst, alles für dich gemacht werden soll und du vor allem an einem Ort bleiben willst. Der Vorteil ist, dass du im Hotel das Angebot nutzen kannst und nichts selbst organisieren willst. Teuer sind diese Ferien auch nicht mehr wirklich, wenn du weisst, wo du buchen musst. Je nach Ernährungsform und Angebot des Hotels kann es etwas einseitig sein.

2. Fasten-Urlaub
Viele Anbieter im Internet verkaufen dir Fasten- oder Heilurlaube. Diese sind meistens (nicht immer!) recht teuer. Es kann SUPER sein, mal wirklich nichts zu essen und dafür zu bezahlen. Wenn du solche Ferien auswählst, sollte dies mind. 1 Woche sein (darunter wird es sich für deinen Körper nicht lohnen). Achte gut darauf, dass das Essen und Trinken (Säfte oder sowas) frisch und biologisch ist. Pasteurisierte Säfte oder gekaufte Säfte oder gar Molke haben nicht den gleichen Effekt. Du kannst solche Kuren auch selbst oder mit einer Kollegin machen – es lohnt sich, wenn man dabei in der Natur und nicht im gewohnten Umfeld ist.

3. Ferien am Meer
Tauchurlaub, Schnorchelferien, Backpacken, in einer gemieteten Villa oder in einem Hotel – alles bis über Zelten am Meer ist möglich und alle Regionen sind sehr schön. Du darfst dich hier fragen, was genau du vom Meer willst, ob du selbst kochen willst oder nicht und ob du fliegen willst oder nicht. Du kannst auch ein Sportcamp am Meer buchen oder mit dem Rad von Ort zu Ort fahren und dich dabei im Meer jeden Tag heilen lassen (Salzwasser heilt, reinigt dich). Ich empfehle, mind. 1x/Jahr ans Meer zu reisen.

4. Ferien in den Bergen
Hier kann man nicht nur wandern, sondern auch einfach sein. Man kann dies in SAC-Hütten tun (vielleicht nicht zu lange, das Essen ist je nach Hütte nicht gerade sehr vitaminreich!), im Zelt (wenn es nicht zu kalt ist) oder etwas moderner in einem Berghotel. Auch kannst du als Wirt/-in «zAlp» gehen (da gibt es übrigens extra Webseiten dafür, gib einfach zAlp in Google ein). Es kann sehr, sehr guttun, einfach an der frischen Luft zu sein, sich zu bewegen und sich um Grundbedürfnisse zu kümmern. Man sieht alles etwas anders. Dies kann man durchaus auch zwischendurch mal tun.

5. Organisierte Gruppenferien
Kannte ich noch nicht wirklich, bevor ich selbst anfing, solche zu organisieren: dies war immer schon meine Vision. Meine eigenen Aktivferien – und nichts sollte dabei fehlen. Das Resultat kannst du auf www.xung.ch/ferien sehen. Im 2020 bereits die Runde 2!
Ich stelle mir die optimalen Aktivferien so vor: eine gute Mischung aus Aktivität und Ruhezeit. Möglichkeiten zum Lernen und wachsen und Möglichkeiten, sich mit anderen auszutauschen. Eine gute Mischung aus Action und Reflektion. Ein Programm, bei welchem man mitmachen kann, aber nicht muss. Ich stelle mir Natur und Bewegung vor. Und gutes Essen. Essen, welches Spass macht. Welches gesund ist, auch Leuten mit Diäten oder Allergien keine Probleme bereitet und trotzdem „Ferienstimmung“ macht. Und ich wünsche mir Betreuung. Dass jemand für mich da ist, der es auf dem Kasten hat, wenn ich etwas habe. Ich will kein Yoga und kein Les-mills-fitness, ich will draussen anstrengende und lustige Sporteinheiten, welche mich auf MEINEM Niveau fordern. Und das alles soll abwechslungsreich sein UND natürlich nicht viel kosten. UND ich will schnell dort sein, am liebsten nicht fliegen aber trotzdem Meer. Das alles will ich.

UND ICH HABE ES GEMACHT.
Es war phänomenal im 2019! Es war transformativ. Es war unglaublich. Wir waren 12 Personen und hatten jeden Tag 2 Trainings, 2 Kochkurse, 2 vegane Buffets, 1 Vortrag, 1 Meditation und 4 Stunden Zeit für uns. Jeder hat sich das rausgenommen, was er brauchte und wurde durch die ganze Zeit von mir betreut. Wir gingen wandern, ans Meer und sassen abends zusammen. Wir haben reflektiert und sind gewachsen. Zusammen und einzeln. Es war so gut, dass es mich motivierte, 2020 das gleiche Angebot in unserer Villa in Frankreich wieder anzubieten. Auf www.xung.ch/ferien kannst du unser Video ansehen und dich inspirieren lassen!

6. Reisen
Wenn du nach Erholung suchst, überspringe diesen Abschnitt. Reisen kann (muss aber nicht) sehr anstrengend sein. Viele Eindrücke, umherreisen, neue Leute, neue Informationen. Man kommt herum, man lernt viel und man will nicht ausschlafen, weil man am Entdecken ist. Man kann mit dem Rucksack reisen (denke aber bitte nicht, dass diese Leute wirklich laufen mit dem Rucksack!) oder mit dem Koffer. Man kann die Unterkünfte selbst aussuchen, den Komfort und den Preis. Man kann selbst auswählen, ob man wie ein Touri reist (nur die bekannten Destinationen, welche von Ausländern überflutet sind, oder ob man „the real life“ erkunden geht – wo sie dich je nachdem halt nicht verstehen. Je nachdem wie offen und abenteuerlich du bist, ist Reisen genau das Richtige für dich. Ich persönlich habe die (mit Abstand) besten Erfahrungen gemacht, wenn ich mit wenig Gepäck (weniger als 7kg) ALLEINE los bin, ohne etwas zu planen. Es hat mich geführt – ich war beschützt. Ich empfinde auch in Asien Reisen als junge, blonde Frau mit blauen Augen nicht gefährlich. Vielleicht bin ich auch einfach mutig. Oder vielleicht höre ich nicht auf andere. Oder lasse mich nicht von Bloggern verunsichern. Ich hatte die besten Monate dort!

7. Pilgern
Wenn du eifach mal laufen möchtest, ohne dass du immer (mühsam) schauen musst, wo du bist und welchen Weg du jetzt nehmen willst, dann empfehle ich dir Pilgerwege. Gib das mal in Google ein – diese gibt es nicht nur in Spanien und Italien. Ich fand den in Japan (Shikoku) ganz toll und lernte nebenbei eine für mich neue Kultur kennen. Pilgern ist nichts für solche, welche kompliziert sind oder nicht ohne Schminke können. Pilgern ist für solche, welche es mit sich selbst können. Oder dies lernen wollen. Pilgern kann weh tun, muss es aber nicht. Vielleicht wirst du von dir selbst überrumpelt, vielleicht nicht.

8. Städtetrips
Für solche, welche an Kultur, Ausgang oder Shopping interessiert sind super. Auch für Foodies können Städtetrips super sein. Zum Entspannen eher weniger und für Naturliebhaber auch nicht so das Wahre.

9. Kreuzfahrten
Für solche, welche auf ihren Ökologischen Fussabdruck wenig Wert legen. Ein Kreuzfahrtschiff ist wie eine kleine Stadt. Praktisch, da man nicht immer wieder packen muss.

10. Yoga-Ferien
Ob kurz oder lange, Yogafans können sich mit professioneller Leitung entspannen bei Yoga. Du kannst sogar selbst in 200 Stunden Yogalehrer/-in werden – gar nicht mal so teuer. Im Internet findest du viele Angebote.

11. Überlebenscamps
Lust auf eine Challenge? Oder zumindest auf eine sichere Challenge? Dann hilft dir das Internet, dich an Leute weiterzuleiten, welche du bezahlen kannst, damit sie dich in der Wildnis aussetzen. Voll im Trend gerade.

12. Vipassana-Retreats
Was ist das? Das sind Schweige-‘’Ferien’’. Du gehst an einen Ort (sehr verbreitet in Indien) und sagst dann die ganzen 10 oder mehr Tage nichts. Teilweise darf man auch niemanden anschauen und teilweise hat man zwischendurch ein Gespräch mit dem Vorsteher zu gute. Diese Retreats eigenen sich besonders für solche, welche sich wenig bis gar nicht mit sich selbst beschäftigen.

13. Car-Reisen
Mit dem Reisebus und einer gleichgesinnten erkundigt man eine Region, ein Land oder mehrere Länder. Meistens buchen diese Arrangements eher ältere oder pensionierte Leute. Die Vorteile auf solchen Reisen – egal ob mit Bus oder Flieger – sind, dass man kompetente Reiseführer hat und nichts selbst organisieren muss. Meist sind die Kosten eher im oberen Preissegment – dafür erhält man viel Wissen. Obschon das Wissen auch Insider-Wissen ist, muss man sich bewusst sein, dass man die „Touristen-Orte“ besichtigen geht. Das eher Negative ist, dass man praktisch jeden Tag den Koffer wieder packen muss und Wartezeiten aufgrund der Gruppe hat.

14. Camping- oder Zeltferien
Diese Ferien sind nicht für Personen geeignet, welche Luxus wollen oder brauchen. Wenn es auf dem Campingplatz (oder in der Wildnis) schlechtes Wetter ist, dann ist der Raum eng und kalt. Dann ist es nass. Wer nicht gerne ansteht für’s Abwaschen, der geht besser nicht campen oder campiert wild (das habe ich nicht geschrieben, denn es ist nicht überall erlaubt...). Ich finde, dass einem Zelten etwas näher zur Natur bringt. Ebenso finde ich, dass es immer wie mehr Luxuscamper gibt, welche grössere, bessere und modernere Zelte, Häuser und solches haben, als Leute in Drittweltländern jemals haben werden.

15. Sport-Ferien
Seien es Velo-, Ski-, Kletter-, Downhill-, Surf-, Schwimm-, Tennis- oder Polysport-Ferien, Sportferien machen Spass – egal ob Alleine, in der Gruppe, mit dem Partner oder der Familie. Sportferien kann man auf alle erdenklichen Arten machen und zu jeder Jahreszeit findet sich eine passende Sportart. Surfen, Wandern, Snowboarden, Judo etc. Man kann in ein Hotel gehen oder ein Haus mieten – man kann sich einem Veranstalter anschliessen (nennt sich dann meistens Sportcamp) und man kann es sogar mit Fremdsprachen-lernen verbinden (besonders für Kinder gibt es diese Angebote).

16. Ferien dahooom
Zuhause ist es am schönsten? Du willst einfach mal zu Hause sein? Nichts tun? Auch zu Hause sind Ferien schön – wenn man abschalten kann und nicht jeden Tag den Haushalt blitzblank macht und alle Pendenzen aufarbeitet. Man kann natürlich die Ferien auch gerade für solche Zwecke nützen: Alles, was man machen wollte und dafür keine Zeit hatte, nachholen, aufarbeiten und die To-Do-Liste abhacken. Ich meine, wir in der Schweiz, wir sind so gesegnet mit wunderschöner Natur, mit vielen Sehenswürdigkeiten, schönen Städtern und haben auch gute Restaurants, wenn wir nicht kochen wollen. Wir kennen teilweise andere Länder fast besser als unser eigenes. Wir könnten doch gut mal unser Land besser kennenlernen, oder? Das heisst nicht, dass wir nur zu Hause schlafen sollen – wir könnten auch in einem anderen Kanton übernachten? Hotel, Hostel, Jugendherberge oder bei Verwandten (welche wir sowieso schon lange wieder hätten besuchen wollen)?

17. Überraschungsferien
Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:
1. Jemand plant Ferien für euch und sagt es dir nicht, bis ihr dort seit oder
2. du buchst ein Ferienpaket und erfährst erst am Flughafen, wo es hingeht. Es gibt dafür im Internet viele Anbieter zu finden – erfahrungsgemäss geht es oft in eine Stadt, bei welcher der Flug nicht so teuer ausfällt für die Veranstalter (du kannst auf easyjet checken, wo es günstig ist und dann kannst du die Destinationen ahnen)

18. Wellness-Ferien
Wer am liebsten tagelang im Wellness (Sauna etc.) verbringt, ist sicherlich ein Fan von Wellness-Ferien. Ich weiss nicht, ob Wellnessferien gerade über einen längeren Zeitraum spannend sind, aber für einige Tage ist es sehr schön (persönliche Meinung). Es geht da vor allem um die Entspannung, ums Essen und vielleicht noch etwas spazieren. That’s it. Also schaue, dass du eine angenehme Begleitung hast.

19. Party-Ferien
Bis nach dem Mittag schlafen – an den Strand gehen und kurz ins Meer – weiterschlafen – Essen – Ausgang – am Morgen mal ins Bett – wiederholen.
So sehen Party-Ferien in Malle oder an sonstigen typischen Touristen-Sauf-Destinationen aus.
Natürlich können Party-Ferien auch auf einem Boot oder in Skiferien stattfinden – und in gewissen Fällen auch ohne Alkohol.

20. Honeymoon
….dafür müsstest du heiraten und Ferien buchen – irgendeine Art ist erlaubt. Die Malediven sind wohl die Klassiker.

21. Hausboot-Ferien
Du mietest dir ein Hausboot und bleibst evtl. an Ort und Stelle oder fährst weiter. Das Gute ist, dass man sein „zuhause“ verschieben kann und trotzdem nicht packen muss.

22. Social Work Ferien
Es gibt verschiedene Plattformen wie Workaway, Woofing etc. wo du bei Privaten oder bei Institutionen mithelfen gehen kannst, meist gegen Kost und Logis. Wer in Hilfsprojekten mithelfen gehen will, findet im Internet sehr viele Angebote (leider verlangen die Vermittler teilweise übermässig hohe Gebühren für die Vermittlung) oder kann einfach in ein Land gehen, wo sie Hilfe gebrauchen können und anpacken (ich habe sonst Kontakte auf den Philippinen, wenn du etwas ECHTES suchst). Solche Ferien tun gut, tun Gutes und ändern deine Einstellung zu vielem! Teilweise, je nach Anbieter, kann man dies erst ab einer gewissen Aufenthaltslänge tun, teilweise sind sie schon ab wenigen Stunden mithilfe sehr dankbar.
Die Themen variieren. Über Kochen, Kinderpflege, Tierpflege, Medikamente geben oder Gärtnern, putzen etc. – dies kann man übrigens nicht nur in Drittweltländern tun, sondern auch auf Bauernhöfen in der Schweiz!

So, ich hoffe, dass du hier Inspiration gewinnen konntest und nun etwas mehr weisst.

Eigentlich bin ich ja der Meinung, dass wir unseren Alltag so gestalten sollten, dass er wie Ferien ist und wir gar keine Ferien mehr nötig haben.

Ich wünsche dir trotzdem tolle Ferien!
Nochmals den Link zu meinen Ferien: www.xung.ch/ferien
Alles Liebe, Nicole