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Hanfmilch

Petra Müller

Genesende Arthritis-Patientin, die sich auf entzündungshemmende Ernährung spezialisiert hat.

Geschäftsleiterin & Initiantin von Food Movement, Betreiberin des Blogs Freakfood 

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08.03.2019 – 0 Kommentare

Jeden, aber wirklich jeden Morgen freue ich mich auf mein Müesli. Am allerbesten schmeckt es mir, wenn ich es mit selbstgemachter Pflanzenmilch zubereiten kann.

Zutaten

  • 1/2 Tasse geschälte Hanfsamen (= 5 EL oder 60 g)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Liter Wasser
  • optional: 1 – 2 Medjool-Datteln (die sind weich und feucht, ansonsten eingeweichte Datteln)

Zubereitung

Alle Zutaten im Standmixer zu einer weissen Milch mixen (im Vitamix dauert das 1 – 2 Minuten).
Varianten
Die Hanfmilch kann mit etwas Vanillepulver verfeinert werden, dann eignet sie sich jedoch weniger für die Salatsauce. Selbstverständlich kann man sie auch mit ungesüsstem Kakaopulver oder Beeren zu einem feinen Drink mixen.
Mit deutlich weniger Wasser kann ein cremiger Hanf-Rahm (Sahne) hergestellt werden.
Dieser kann für salzige Speisen mit etwas mehr Salz und zusätzlich Zitronensaft und Nährhefe gewürzt werden.
 

Verwendung

Ich brauche die Hanfmilch für mein Müesli, aber ich gebe auch immer einen Gutsch in meine Salatsauce, das macht sie schön mild. Leicht erwärmt kann man Milchkaffee mit ihr machen.  Sie eignet sich auch vorzüglich für Kurkuma Latte (aber wie gesagt, sie lässt sich leider nicht schäumen).
Die Milch in eine Glasflasche oder in eine Literglas* giessen und gut verschliessen. Hält sich im Kühlschrank 4 – 5 Tage.
*ein Glas mit einer weiten Öffnung lässt sich deutlich besser reinigen als eine Glasflasche, wofür man zwingend eine Flaschenreinigungs-Bürste braucht. Wer Glück und kleine Hände hat wie ich, kann ein Literglas mit dem Schwamm reinigen.
 

Nährstoffwissen

Als ich mich an die Recherche für Hanfsamen machte, musste ich enttäuscht feststellen, dass es kaum Studien oder ernstzunehmende Quellen für diese gesunden Sämchen gibt. Dies mag daran liegen, dass Hanf in der Gesellschaft seit Jahren vor allem in Form von Rauschmittel wie Cannabis bekannt und berüchtigt ist. Beim amerikanischen NCBI The National Center for Biotechnology Information heisst es denn auch:

„Despite its use in our diet for hundreds of years, hempseed has surprisingly little research published on its physiological effects. This may have been in the past because the psychotropic properties wrongly attributed to hemp would complicate any conclusions obtained through its study. Hemp has a botanical relationship to drug/medicinal varieties of Cannabis. However, hempseed no longer contains psychotropic action and instead may provide significant health benefits. Hempseed has an excellent content of omega-3 and omega-6 fatty acids. These compounds have beneficial effects on our cardiovascular health.“

Es heisst dort weiter auch: Hanfsamen besitzen exzellente Nährstoffwerte. Sie sind sehr reich an essentiellen Fettsäuren und anderen polyungesättigten Fettsäuren. Hanfsamen enthalten beinahe so viel Protein wie Sojabohnen und sie sind reich an Vitamin E, Phosphor, Kalium, Natrium, Magnesium, Sulfur, Kalzium, Eisen und Zink. Hanfsamen enthalten alle essentiellen Aminosäuren und erstaunlich hohe Werte der Aminosäure Arginin.

Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2868018/