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Wieder mit Sport anfangen (Teil 2)

Severin Emmenegger hat seine grosse Leidenschaft zum Beruf gemacht. Der Basler liebt die sportliche Herausforderung – sei es für das persönliche Training oder in seinem Beruf als Fitnessbetreuer, Ernährungscoach, Leichtathletik- oder EMS-Trainer.

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28.02.2019 – 0 Kommentare

Nach dem ersten Trainieren (siehe auch Teil 1 des Blogs) darf man zwar enthusiastisch sein, aber immer noch vorsichtig. Am nächsten Tag das gleiche Pensum noch einmal zu absolvieren, ist wahrscheinlich kaum möglich, deshalb bitte an genügend Pausen zum Erholen denken. Im besten Fall hält einem ein leichter Muskelkater dazu an, aber selbst wenn dies nicht oder noch nicht der Fall ist, sollte man daran denken, dass Übertreiben nicht förderlich ist, denn wir möchten langfristig fit werden.

Die Versprechen von etlichen Fitnessmogulen und Schneeballsystemen wie zum Beispiel: Fit in zwanzig Tagen, fünf Kilo abnehmen in einer Woche oder Ähnliches, sind weder nahhaltig noch wahr. Wieder fit zu werden, braucht Zeit und unser Körper muss sich langsam an die wiederkehrende Belastung gewöhnen.

Gerade wer trainiert um abzunehmen, kann unter Umständen zuerst etwas zunehmen, da der Körper die Muskeln anspannt, Wasser zieht und so vom Gewicht her, wie auch vom Volumen zunimmt. Dies ist völlig normal und ist nur Temporär. Wer Fitness macht baut Muskeln auf, diese brauchen auch Platz, wenn sie wachsen. Doch keine Angst, von einem normalen Fitnesstraining sieht man nicht aus wie Schwarzenegger in seiner besten Zeit. Da spielen dann noch etliche, nicht ganz legale Komponenten eine Rolle, von denen ich dringend abrate. Egal ob Pillen zum Abnehmen, Proteinshakes zum Muskeln aufbauen oder was es noch alles gibt, für einen Anfänger ist das alles nichts. Der Körper soll langsam wieder anfangen zu arbeiten und sich ohne zusätzliche Chemikalien steigern. Leider ist es Mode geworden, dass praktisch jedes Fitnesstudio beim ersten Training und danach beim Vertragsabschluss fast schon eine Einkaufsliste an Produkten empfiehlt, welche gegen und für alles helfen sollen. Wartet bitte damit, bis ihr an eure Grenzen kommt, was in den meisten Fällen eine lange Zeit dauern wird. 

Wichtig ist, dass ihr an dem neu gefundenen Sport Spass habt, denn nur so ist gewährleistet, dass ihr das Handtuch nach dem ersten Training nicht gleich werft. Schaut wie euer Körper reagiert und beachtet die Zeichen. Habt ihr Muskelkater, ist das nicht weiter schlimm, dieser geht in ein paar Tagen weg und wenn ihr regelmässig trainiert, minimiert er sich bis er fast ganz verschwindet. Auch dies ist eine Reaktion des Körpers, welcher damit klar macht, dass er eine neue, ungewohnte Belastung erst einmal verdauen muss.
Habt ihr jedoch Gelenk- oder Bänderschmerzen, solltet ihr vorsichtig sein und vielleicht sogar einen Arzt oder Therapeuten konsultieren. Zudem macht trainieren unter Schmerzen auch keinen Spass und ist nicht förderlich, die Motivation aufrecht zu erhalten. Doch man sollte sich auch selbst etwas kennen. Ist man sensibel und erreicht die Schmerzgrenze schnell, muss man nicht direkt zum Arzt rennen, manchmal sieht am nächsten Tag alles schon nur noch halb so wild aus. Doch das liegt in eurem Gefühl, denn ihr seid die einzigen, die fühlen könnt, wie es euch geht und ob euch etwas fehlt.

Also bitte hört auf euren Körper, wie er reagiert, nehmt das ernst und über- und untertreibt nicht. Es wäre schade, wenn nach dem ersten Mal schon wieder Schluss ist, denn Sport macht erst dann richtig Spass, wenn man ihn regelmässig macht und auch etwas erreicht.