Anmelden

Sie sind hier

Training im Winter bei Kälte und Dunkelheit

Von Nicole Turtschi
05.11.2018 – 0 Kommentare – Gesund bewegen

Fühlen Sie sich im Winter weniger motiviert, sich zu bewegen – schon gar nicht draussen? Fällt Ihnen der Sport bei Dunkelheit und Kälte schwerer? Haben Sie Mühe, draussen bei Anstrengung zu Atmen oder haben Sie Angst? Dann werden Ihnen die folgenden Zeilen einige Lösungen bieten, wie Sie auch in den Wintermonaten Freude an Ihrer Bewegung haben werden und können.

Mögliche Gründe, weshalb viele Personen im Winter weniger/nicht trainieren wollen oder «können»

Hier lesen Sie gleich, wie Sie Ihre Ausreden einsehen müssen und mit welcher passenden Lösung diese bald schon sterben. Sollte Ihr Ego dies nicht aushalten wollen (d.h. es will sich in der Komfortzone aufhalten und Sie an einer Veränderung hindern), dann können Sie die Seite hier getrost schliessen.

Sind Sie jedoch bereit, Ihre Gedankens- und Verhaltensmuster zu ändern, freue ich mich, Ihnen hier meine Gegenargumente zu präsentieren. Im nächsten Blogbeitrag liste ich Ihnen dann alle Ihre Möglichkeiten für Trainings im Winter auf.

Mögliche Ausreden

Es ist kalt
Mal ehrlich, wer im Winter beim Sport draussen kalt hat, bewegt sich einfach zu wenig. Joggen Sie schneller, hüpfen Sie höher und stehen Sie nicht rum. Es ist nicht zu kalt – das stimmt einfach nicht. Sobald Sie warm sind, werden Sie die Temperatur nicht mehr so extrem wahrnehmen, wie Sie es gedacht hatten. Sollten Sie ein «Gfrörli» sein, arbeiten Sie einfach mit dem Kleider-Schichtenprinzip. Mummeln Sie sich ein und ziehen Schicht um Schicht aus, wenn Sie warm kriegen. (Ps. Ich weiss, z.B. beim Skifahren gibt’s schnell kalte Füsse – bewegen Sie Ihre Zehen, halten Sie es aus oder kaufen sich eine Heizung oder Wärmepads)
 
Es ist dunkel
Es ist gar nicht immer dunkel – nur frühmorgens und abends. Diese Aussage ist also auch nicht ganz korrekt. Sie können Ihr Training auf eine hellere Tageszeit verlegen (setzen Sie Prioritäten!) oder in der Dunkelheit mit einem Licht arbeiten. Es gibt wirklich so tolle High-Tech-Geräte für alle erdenklichen Situationen – ganz ohne Strom, viel Gewicht oder unpraktischem Handling. Ich persönlich finde Stirnlampen (wiederaufladbar) super und habe mir für die Gruppentrainings einen kabellosen Akku-Scheinwerfer angeschafft – war gar nicht so teuer und gibt extrem viel Licht – er kann den ganzen Rasen für eine 20-köpfige Gruppe beleuchten.
 
Es ist Winter und ich brauche Ruhe (bin müde)
Wenn Sie sich nicht bewegen, werden Sie erst recht noch viel müder, als Sie schon sind. Der Körper passt sich den Anforderungen an. Gönnen Sie sich anstelle des täglichen TVs am Abend einmal RICHITGE Entspannung – gehen Sie früher ins Bett. Entgegen der allgemeinen Meinung, dass der TV uns hilft, zu entspannen und als allgemeiner „sich-Belohnen“ oder „einfach-mal-nichts-tun-Möglichkeit“ angesehen wird, schadet er uns mehr, als wir denken. Wenn Sie sich wirklich etwas Gutes tun wollen, wenn Sie sich wirklich belohnen wollen, gehen Sie raus an die frische Luft, lüften den Kopf und schlüpfen nach einem wärmenden Tee ins Bett. So geht das.
 
Ich bekomme keine/weniger Luft
Einstellungssache. Zum einen hat die Atmung eine sehr starke psychische Komponente, zum anderen ist die Luft im Winter ja tatsächlich kälter. Binden Sie sich einfach ein leichtes Tüchlein um den Hals oder bedecken Ihren Mund mit einer Schicht Ihrer Kleidung. Achten Sie darauf, dass die Luft zuerst durch einen Stoff „gefiltert“ wird, dann ist sie weniger kalt und zieht nicht direkt in den Rachen. Gelöst ist das Problem. Wer zusätzlich das Gefühl hat, zu wenig Luft zu kriegen, sollte darauf achten, wirklich in den Bauch zu atmen. Die meisten Menschen haben eine sehr oberflächliche Brustatmung, besonders im Sport (nur Brustkorb bewegt sich beim Atmen). Versuchen Sie, dass Sich der Bauch beim Einatmen nach vorne dehnt, beim Ausatmen wieder nach innen geht. Halten Sie das Kinn hoch und setzen Sie die Schultern hinten, unten ab. Das streckt die Luftröhre (und die Wirbelsäule).
 
Die Fitnessstudios sind überfüllt
Macht ja auch Sinn, oder? Freuen Sie sich, dass sich viele Menschen z.B. nach der Arbeit noch bewegen. Vergeuden Sie nicht Ihre Zeit mit Anstehen am Gerät, sondern nutzen Sie Ihre Chancen und erkundigen die schönsten Plätzchen draussen in Ihrer Umgebung aus. Besuchen Sie Outdoortrainings oder schliessen Sie sich einer Gruppe mit limitierter Platzzahl an. Trainieren Sie zu Hause oder treffen sich zum Tennis/Badminton mit einer Kollegin. Aber suchen Sie nicht immer nach dem Negativen – fokussieren Sie sich auf all Ihre Möglichkeiten.
 
Ich habe Angst, es ist gefährlich
Mit einem guten Licht und einer guten Ausrüstung kann Ihnen fast nichts passieren – Sie würden höchstens mal im Schnee landen und Ihren Po dabei nässen. Kaufen Sie sich Winter-gerechte Schuhe und ein gutes Licht, dann kanns losgehen. Sprechen Sie mit Ihrer Angst einige klare Worte und lassen Sie sie zu Hause. Sie können ja ohne Probleme auch etwas langsamer Joggen oder fahren. Sie dürfen sich ganz langsam rantasten. Sollte dies zu viel Überwindung brauchen, fragen Sie einen Freund/Freundin um Begleitung. Zusammen macht’s sowieso mehr Spass, wenn mal jemand einen weissen Po kriegt.

 

Ich hoffe, Ihrem Ego hier einige schlagfertige Argumente geliefert zu haben, damit es Ruhe gibt. Starten Sie am besten einfach mal. Gehen Sie laufen mit Licht – joggen Sie dabei mal einige Meter; es geht ganz gut, Sie werden’s sehen. Sollten Sie Inspiration brauchen oder keine Idee finden, was Sie im Winter alles machen könnten, werden Sie im nächsten Blogbeitrag Ihre Antworten finden. Bis dahin – viel Freude beim Sport.

Zum Kommentieren bitte anmelden

Einloggen

Passwort vergessen?
Neu bei Vituro? Jetzt Registrieren

Nicole Turtschi (Alle Beiträge anzeigen)

Die ehemalige Leistungsportlerin arbeitet auf selbstständiger Basis als Personaltrainerin, leitet selbstentwickelte Gruppentrainings, coacht in Ernährung, betreut internationale Sportler und hält Vorträge.

Gründerin und Betreiberin von xung.
XUNG MACHT YUNG