Anmelden

Newsletter abonnieren

Sie sind hier

Sport im Alltag mit Kindern – die Möglichkeiten für mehr Bewegung

Zum Kommentieren bitte anmelden

Einloggen

Passwort vergessen?
Neu bei Vituro? Hier kannst du dich als EGK-Versicherter oder als Nicht-Versicherter registrieren.
11.08.2019 – 0 Kommentare

Hast du deine Bewegung in letzter Zeit etwas vernachlässigt? Weisst du nicht, wie du dich mit deinem Kind/deinen Kindern bewegen könntest? Fehlt dir die Zeit für ein Training ohne Kinder? Hast du kein „Hüetimeitschi“ und möchtest trotzdem etwas sportliches tun? Suchst du nach einer guten Lösung, um fitter und gesünder zu werden? Dann liefert dir dieser Beitrag hier eine grosse Menge an Lösungsideen.

Du brauchst eigentlich kein zusätzliches Equipment, damit du dich auch MIT deinem Kind oder deinen Kindern sportlich betätigen kannst, da du bereits schon alles hast. Eine Gymnastikmatte (egal welche) oder ein weicher Teppich erleichtern Bodenübungen.

In diesem Beitrag geht es mir darum, dass du nicht aufgrund „deiner Situatio“ oder deinem Kind/deinen Kindern zu wenig Zeit findest, dich zu bewegen und etwas für deine Figur und Gesundheit zu tun. Auch mit einem Baby kannst du Sport machen.

Hier einige Tipps:

  • Du kannst dich während dem Mittagsschlaf der Kinder in der Wohnung bewegen, mache einfach einige Kraft-, Koordinations- oder Intervallübungen. Mit dem Babyphone kannst du auch rausgehen
  • Abends wenn die Kids im Bett sind kannst du auch 1x/Woche etwas machen
  • Du kannst dir auch die Zeit nehmen und abends, wenn der Partner da ist, einen Fitnesskurs (gerne auch outdoor) in der Gruppe besuchen oder Joggen gehen
  • In gewissen Fitnesscentern oder Gruppenkurs-Lokalen hast du die Möglichkeit, die Kinder (meistens kostenlos) ins „Kinderhüten“ zu geben
  • Es besteht auch die Möglichkeit, dass du ein „Kinderhüeti“ organisierst, damit du deinen Sport wirklich regelmässig hast und das für dich durchziehst. Das kann auch jemand aus dem Umfeld sein – wichtig ist dabei, dass du eine fixe Zeit kommunizierst, damit du es dann auch wirklich machst
  • Wenn du nebenbei noch arbeitest, kannst du deinen Arbeitsweg sportlicher gestalten (zumindest 1x pro Woche) oder deine Pausenzeit aktiv nutzen. Hier meine ich nicht, dass du unaufmerksam essen sollst. Du könntest ja vielleicht nach dem Essen oder vorher etwas laufen, walken oder schwimmen gehen. Renne oder laufe einige Male das ganze Treppenhaus hoch und runter oder mache Liegestütze, Hampelmänner oder Kniebeugen (Squats). Einfach so, warum nicht?
  • Je nach Alter des Kindes: baue Freizeitaktivitäten ein, bei welchen du dich bewegen musst. Starte mit 1x/Woche, wenn du dies bisher noch nicht so tust.
  • Wenn du schon ältere Kinder hast, kannst du gut Joggen gehen und sie sind neben dir mit Velo, Inlines oder dem Trotti dabei.
  • Mache mit der ganzen Familie (z.B. am Wochenende) Themenwege, welche einer kleinen Wanderung gleichen. In meiner Region wären dies Beispielsweise der „Grimmimutzweg“, der „Muggenstutzweg“, der Skulpturenweg auf der Axalp und weitere. Du findest im Internet viele tolle Ideen!
  • Im Sommer kannst du (je nach Alter der Kinder) mitplantschen, mitschwimmen, ein Stand-up-Paddle mieten (ist nicht so teuer) oder Badminton, Pingpong, oder ein sonstiges Ballspiel spielen. Im Winter könnt ihr auf die Skier gehen, mit dem Schlitten oder dem Bob etwas machen, Schneeballschlachten oder ganz einfach zusammen im Schnee herumtollen oder einen Schneemann (jeder einen oder gemeinsam einen) bauen. Das ist ja bekanntlich auch recht anstrengend!
  • Nutze die Geräte, welche du für dich und deine Kinder schon gekauft hast. Wenn du ein Trampolin, ein Springseil, ein Thera-Band, einen Bauch-weg-Roller oder weitere Hilfsmittel hast, benütze sie mindestens 1x/Woche. Sie nützen dir ungebraucht nichts, sondern geben dir ein schlechtes Gewissen. (Note: wenn du keine solchen Geräte hast, dann kaufe sie auch nicht)

Praxisideen für ein Training mit Kindern:

  • Versuche grundsätzlich, dich auf dem Spielplatz, beim Spazieren oder wo auch immer dein Kind mehr Bewegung hat als du (natürlich je nach Alter), mehr einzubringen und mit dem Kind mitzumachen. Spiele „Fangis“, „Versteckis“, renne dem Kind hinterher, hüpfe rum, sei selbst wieder mehr Kind – du wirst sehen, dies bringt viel mehr Aktivität in deinen Alltag rein, ist gratis und braucht weniger Überwindung oder Motivation.
  • Wenn dein Kind im Wagen ist, kannst du entweder einfach sehr schnell laufen (wenn du noch grössere Kinder hast, sollen die das Trotti, die Inlines oder ein Velo nehmen, damit ihr alle gleich schnell seid) oder hinter dem Wagen joggen.
  • Eine weitere Möglichkeit, welche Kraft und Ausdauer beinhaltet, ist es, mit dem Wagen einen Hügel hochzulaufen (schnell oder langsam) und dann wieder runter. Wiederhole dies, bis du müde wirst, Beine oder Arme brennen.
  • Mache eine Velotour, wenn du einen Veloanhänger, einen Velositz oder ein Anhängevelo hast. Ein Baby kannst du dir auch auf den Rücken binden. Oder gehe so einkaufen (es gibt wirklich genug Transportmöglichkeiten und Platz – auch Rucksäcke existieren)
  • Mache Kraftübungen, bei welchen du das Kind in der Ausführung „brauchst“. Beispielsweise kannst du das Kind je nach Alter ins Huckepack nehmen und Kniebeugen machen. Ein älteres Kind kann nebendran die gleiche Übung machen und ihr schaut, wer länger kann. Auch gibt es X Übungen, bei welchem du das Kind wie dein Gewicht hochhebst, rotierst, balancierst etc.  Einige Kinder schauen auch einfach gerne zu, wenn man Übungen macht. Sie geniessen die Unterhaltung und machen eventuell dann selbst auch mit (so gut sie eben können). Du kannst sie 1:1 mitmachen lassen, solange du für deine Übungen kein Zusatzgewicht, sondern nur dein eigenes Körpergewicht verwendest.
  • Im Alltag ist es wichtig, dass gerade Eltern ihre rechte und linke Körperhälfte ausgleichen. Oftmals sind sie etwas aus der Mitte, da sie das Kind und Gegenstände immer auf dem gleichen Arm tragen. Wechsle ab. Trage dein Kind so lange auf dem ungewohnten Arm, wie du kannst, dann kannst du wieder wechseln.
  • Einige Kursleiter bieten Kurse für Müttern/Väter an mit dem Kinderwagen. Alle treffen sich mit den Kindern und dem Wagen und werden durch eine Stunde Sport geführt. Erkundige dich im Internet, ob es ein solches Angebot in deiner Nähe gibt.
  • Es gibt auch MUKI oder VAKI (Mutter-Kind oder Vater-Kind) Turnen, fast in allen TVs findest du dieses Angebot und die Beiträge sind sehr klein. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass es für die Eltern nicht sehr anstrengend ist, kann es aber trotzdem empfehlen, da man sich mit anderen Eltern austauschen kann, neue Personen kennenlernt und in Bewegung ist. Die Kinder lieben es meistens. Erkundige dich in deiner Umgebung oder im Internet, wo du dies besuchen könntest.

Wichtige Bemerkungen:
Je anstrengender ein Sport für dich ist, desto nützlicher ist er. Damit meine ich nicht, dass du immer über dem Limit trainieren sollst. Und schon gar nicht sollten die Übungen nicht mehr sauber oder zu schnell ausgeführt werden. Ich meine damit, dass, wenn du immer in deiner Komfortzone bleibst, einfach ein wenig spazieren gehst, dein Körper auch immer in der Komfortzone bleiben wird. Spazieren und lockere Bewegung ist super. Aber sie verändert dich wahrscheinlich nicht so, wie du dir es vorstellen würdest. Die Resultate kommen, wenn du deine Komfortzone verlässt und deinen Körper forderst, sich anpassen zu müssen, an neue Umstände.

Ich hoffe, dir mit diesem Beitrag ausreichend Ideen geliefert zu haben. Wichtig ist nun, dass du dich entscheidest, was du machen möchtest (meine Auflistung ist nicht vollständig, du kannst gerne deine eigenen Ideen umsetzen).

Ich habe super Erfahrungen gemacht mit Eltern, welche sich von mir einen Trainingsplan haben machen lassen, welchen sie wahlweise mit oder ohne Kind ausführen können. Falls du auch einen auf dich zugeschnittenen Plan erhalten möchtest, kontaktiere mich gerne.

Deine Nicole Turtschi